
Mühlleitner Furt unter Wasser. Die beiden letzten Szenen sind drei Stunden später aufgenommen als die ersten beiden.
Gänshaufentraverse: Fast überströmt. Die Flutwelle vom Schönauer Schlitz her hatte keine Probleme, das geschlossene Wehr zu überwinden. Die letzten beiden Szenen zeigen, dass auch noch um 18:20, lange nach dem Höhepunkt der Hochwasserwelle an der Donau, enorme Wassermassen hinauf ins Kühwörther Wasser flossen.
Meine Aufnahmen vom Schönauer Schlitz waren leider unbrauchbar. Ersatzweise zwei Szenen vom Seitenarm zwischen Schönauer Schlitz und Schönauer Traverse, die noch halbwegs passabel sind. Die Aufnahme zeigt den Seitenarm, durch den rückgestautes Donauwasser aufwärts in die Untere Lobau strömt, ca. 1 km stromaufwärts vom Schönauer Schlitz.
Rückstau-Flutwelle: Verzögerter Höhepunkt. Der Höhepunkt der Flutwelle in der Unteren Lobau trat am 5. 8. 2020 wohl erst um bis zu sechs Stunden später ein als an der Donau. Der Höhepunkt der Hochwasserwelle wurde in Wildungsmauer gegen 15:30 erreicht (siehe Bild rechts). Der Schönauer Schlitz im Marchfeldschutzdamm, durch den das Donauwasser in die Untere Lobau hochströmt, liegt aber etwa 12 km oder mehr flussaufwärts von Wildungsmauer, daher dürfte der Höhepunkt dort vielleicht schon eine Stunde früher überschritten worden sein (je nach Fließgeschwindigkeit der Donau). Trotzdem strömte Donauwasser noch Stunden später weiter aufwärts in die Untere Lobau, und nicht gerade langsam.